Soziales Engagement an der GSR

Seit drei Jahren findet in der Oberstufe der GSR alle vierzehn Tage eine Sozial-AG statt, hauptsächlich in Kooperation mit dem Seniorenheim an der Flottenstraße. Verantwortlich für das Gelingen der AG sind – neben zuverlässigen SchülerInnen - Herr Giesbert (Diplom-Sozialpädagoge im Seniorenheim) und Frau Jägers (Realschullehrerin an der GSR).

Die SchülerInnen erlernen den Umgang mit älteren hilfsbedürftigen Menschen, indem sie an Betreuungsprojekten teilnehmen, (z. B. am Gedächtnistraining.) In Gesprächen erfahren sie Einiges über die Erlebnisse der alten Menschen. Die Jugendlichen sind teilweise erstaunt über die Lebenserfahrungen, von denen die Senioren erzählen. Einige können noch aus der Zeit des zweiten Weltkriegs berichten, aber auch die Nachkriegszeit wird für Jugendliche, die zuhören können, lebendig. Der Geschichtsunterricht in der Schule gewinnt dadurch an Aktualität.
Im vorletzten und letzten Sommer luden die SchülerInnen Senioren in den Schulgarten und zur Eröffnung einer Sitzgruppe auf dem Außengelände der Schule ein oder begleiteten sie zum Weihnachtsmarkt. Da die meisten Senioren gehbehindert sind, könnten sie an solchen Aktivitäten ohne Hilfe nicht teilnehmen. Dem Seniorenheim mangelt es jedoch an Personal, sodass die Bewohner auf ehrenamtliche Helfer ange-wiesen sind. Damit die SchülerInnen bei der Betreuung der Senioren noch professionel-ler werden, ist demnächst ein Rollstuhlführerschein geplant.

Die Sozial-AG beschränkte sich aber nicht auf die Arbeit mit Menschen im Altenheim. Im Sommer 2010 nahmen einige SchülerInnen gemeinsam mit Beecker Senioren an einem Graffiti-Workshop teil, vermittelt durch die Streetworkerin Frau Jonischkat.

Das Ergebnis waren toll gestaltete Stromkästen und das Graffiti am Sportplatz Beeck 05.

 

2011 besuchte die AG den integrativen Rotkreuz-Kindergarten in Beeckerwerth und erfuhr dort, wie die Arbeit mit gesunden und behinderten Kindern gelingen kann.

2013 erfolgte ein Besuch des Kinderhauses in Beeck. Dort erfuhren die SchülerInnen, was es für Kinder bedeutet, körperlich und / oder geistig behindert zu sein.

 

Die Sozial-AG sensibilisiert SchülerInnen für die Schwierigkeiten und Aufgaben in einer Gesellschaft, in der Menschen, die nicht für sich selbst sorgen können, wenig Platz haben. Sie zeigt aber auch, dass es Jugendliche gibt, die diese Aufgaben nicht scheuen und sich vom Schicksal Behinderter oder Senioren berühren lassen.